Skandal bei der IRC Madeira
Martine und Renaud werden nicht bei der Ralli Vinhoda Madeira starten!

Am Mittwoch den 21.7. kam eine Mail von der Organisation, dass die geplante Fähre von Portimao nach Funchal für die Hinreise voll sei und für die Rückreise nicht fahren würde.
Die Organisation hat sich nun um ein Cargoschiff für die Autos gekümmert. Das fährt allerdings schon am 30. Juli, 2 Tage früher als geplant, in Lissabon ab und die Rückfahrt verschiebt sich um 4 Tage. Personen können nicht auf dieses Schiff, sodass das Team sich kurzfristig selbst und auf eigene Kosten um ein Flugzeug kümmern muss. Nicht nur die zusätzlichen finanziellen Kosten, auch fehlt dem Fahrer wie der Servicecrew 1 Woche Urlaub.
Die uns versicherte Armas Fähre am 7.8. abends direkt nach der Rallye, fährt nun morgens um 10.30 Uhr, wenn die Rallye noch nicht beendet ist. Die nächste reguläre Fähre fährt eine Woche später. Die Insel wird nur von einer einzigen Fähre, und dies auch nur einmal wöchentlich, angesteuert.
Nicht nur der ganze Aufwand, die freien Tage aber auch das Startgeld, Kosten für Hotel usw. sind zu diesem Zeitpunkt noch ungeklärt.
 
Eifel Rallye

Eifel Rallye 16-17.7.2010-07-20

Bei der diesjährigen Eifel Rallye ging Martine mit Carsten Meurer an den Start. Nach ihrem Einsatz mit dem Audi 50 oder dem Volvo bei der Lausitz Rallye, diesmal wieder mit dem Escort RS 2000.
Während der Rallye hatten sie nur kleine Probleme mit der Lenkung und den Reifen. Oberstes Ziel war, nicht am Limit zu fahren, und die Rallye zu beenden.
Martine:“ Bei meinem 3. Start wollte ich endlich mal ins Ziel. Die Rallye hatte schöne Strecken, besonders die Schotterpassagen bei der WP Lehwald gefielen mir sehr gut, aber auch die neue sehr schnelle WP Kehlberger Land hatte ihren Reiz. Die ersten Passagen gingen Carsten und ich langsam an und bei den 2ten hatten wir dann schon unseren Spaß mit dem Gr1 Escort. Bei der allerletzten WP, Lehwald, hatte Carsten dann wohl doch noch Donnermolke getrunken und es wurde mal recht knapp auf dem Schotterstück zwischen den Baumstämmen. Als Carsten das Auto dann wieder gefangen hatte, fand er so richtig den Spans im Schotter und ich musste ihn mal kurz an unser Ziel „ Ankommen „ erinnern. Im Ziel der Wp hatten wir beide Tränen vor Lachen in den Augen. Wieder mal eine sehr schöne Rallye mit Carsten und dem Escort.“

Resultat: 35. im Gesamt, 1. in der Klasse mit 4,34 Minuten Vorsprung so wie 7. Youngtimer ( 24 in Wertung ).

 

 
Rallye Isle of Man
47. Rally Isle of Man 8.-10. Juli

Noch im Flughafen war Martine kaum zu bremsen, so sehr freute sie sich auf diese Rallye. Doch die ersten Anrufe die wir am Donnerstag morgen erhielten, klangen dann aber ganz anders. Diese außergewöhnlich schwere Rallye schien Martine vor große Probleme zu stellen. Renaud hatte den Aufschrieb ohne sie gemacht, da man nur 2mal abfahren konnte und Martine nicht früher anreisen konnte. Zeit den Aufschrieb ins Englische zu übersetzen, wie es Martine geplant hatte, blieb nicht, sodass sie auf französisch vorlesen musste.

Martine „ Als wir am Start von der W.P. Slieau Whallian standen war noch alles in Ordnung, aber nach einem knappen Kilometer überkam mich die pure Panik. Ich kam überhaupt nicht zurecht, sah weder die Kuppen, wovon es noch mehr als in Finnland gibt, noch die unzähligen ineinander verlaufenden Kurven. Ich sah keine Möglichkeit Renaud bis Freitag diese Strecken vorzulesen. Dazu kam ein anderes Notensystem als gewöhnt und die Sprache. Ich wäre am liebsten mit dem nächsten Flugzeug wieder abgeflogen!“

Martine konnte einige W.P.’s überhaupt nicht abfahren und alle anderen nur ein einziges Mal. Dies trug nicht gerade zur Verbesserung ihres Problems bei und die Gespräche anderer Beifahrer, diese Rallye sei auch noch nach 10 Teilnahmen eine riesen Herausforderung ließen bei Martine Verzweiflung aufkommen. Zu allem Überfluss hatten beide bei Sonnenschein trainiert und am Freitag morgen Regen, Wind und Nebel mit Sicht unter 10 Meter.
Die erste Wertungsprüfung kannte Martine nicht, da es sich aber nur um eine kleine Stadtetappe handelte, war dies der perfekte Einstieg. Nach 500 m hatte der Vauxhall Astra vor ihnen schon einen Unfall, da er bei dem Nebel die Kurve zu spät anbremste. Auf der Verbindungswp wurde die Zeit sehr knapp, da man eigentlich keine Geschwindigkeitsbegrenzung außerhalb der Dörfer auf der Insel hat, aber da man durch den Nebel in den Bergen keine Strasse mehr sah, waren die Abschnitte zu eng berechnet. Am Start der Wp Dog Mills dann strahlende Sonne. Dies hatte sich aber in der Prüfung geändert und Dave Weston  hatte einen schweren Unfall mit seinem Subaru, durch den Nebel sah das darauf folgende Auto ihn zu spät, versuchte auszuweichen und flog dann selbst eine Klippe herunter. Die WP wurde daraufhin neutralisiert. Weiter ging es dann im Trockenen und Martine kam aus unerklärlichem Grund nun zurecht.

„ Ich weiß nicht woran es lag, ich musste mich zwar extrem konzentrieren, aber der Aufschrieb funktionierte gar nicht mal so schlecht. Klar gab es manchmal Probleme, da ich die Strecken ja teilweise überhaupt nicht gesehen hatte und Renaud sich nicht sicher war ob der Schrieb stimmte, da er ihn nicht mehr verbessern konnte. Auch gab es immer wieder Stellen, wo man die Strecke einfach suchen musst, da man rein gar nichts im Nebel sah und immer wieder auf Unfälle aufpassen musste. Die meisten Strassen sind so eng, dass ein Auto knapp dadurch passt. Auch die freilaufenden Schafe waren immer wieder eine Überraschung oder die extremen Schikanen, die ich noch nirgends in der Form gesehen habe und man den Eingang fast nicht findet. Immer mehr fand ich einen Rhythmus und die Wertungsprüfungen konnten nicht lang genug sein. Sehr schwere Unfälle holten einen immer wieder in die Realität zurück, aber manchmal hatte ich auch einfach Schwierigkeiten mich auf den Aufschrieb zu konzentrieren, da wir so unglaublich schöne Ausblicke hatten. Manchmal erinnerte die Rallye an den Regenwald, dann wieder fuhr an wie bei der WP Marine Drive entlang der Klippen mit Meerblick oder über so viele Kuppen und kleinen Kurven dass man keine Zeit mehr hatte zu überlegen wo Links und Rechts wäre.“

Diese fantastischen Strecken hatten Martine nun doch mehr als überzeugt, denn am Freitag Abend hatte sie immer noch nicht genug. Selbst der Regen am Samstag schien sie nicht mehr zu stören und so ging es auch an dem Tag mit viel Regen und Nebel, aber auch teilweise mit trockenen Strecken weiter.
Da kein weiteres N1 Auto gemeldet war, starteten Martine und Renaud in der R1, d.h. N1,N2,N3 und A5. Der finnische Pirelli Finalist Mikko Pajunen auf einem Suzuki Swift führte die Klasse souverän an, bis auch ihm die Strecken der 17. WP Corlea zum Verhängnis wurden. Somit führten das belgisch / luxemburgische Team 3 Prüfungen vor Ende die Klasse R1 an. Nun hieß es auf der Strecke bleiben, und das Ziel die Rallye zu beenden, schien in reichbarer Nähe. Allerdings spielte der Wettergott nun nochmals das richtige englische Wetter, es regnete in Strömen und selbst in der Stadt war überall Nebel.

„ Ich erinnere mich an Wp 20 Castletown durch die Stadt, auch diese Wp war ich nicht abgefahren, durch den Hafen oder um Staturen und die vielen Zuschauer irritierten mich um zu sehen wo wir eigentlich fahren sollten, trotzdem hatte ich Spaß. Auch die letzte Wp  Baldwin Classic mit 13.27 Meilen kannte ich nicht. Dies war die absolute Härte, am Start schlichen wir nur noch durch die Nebelwand, diese Prüfung vereinte nochmals die gesamte Schönheit der Insel und die Tücken des Wetters. Ich war begeistert! Ziel war der Start der Grandprix Strecke der Insel.“

Martine und Renaud hatten nicht nur das kleinste Auto der Rallye, auch waren sie als Einzigste mit Straßenreifen unterwegs und wohl eines der einzigen Autos die nicht abends im Servicepark ein neues Getriebe einbauten.. Sie beendeten die Rallye auf dem 17. Gesamtplatz und dem 1. Platz in der Klasse. Zusätzlich gewannen sie einen Award für das Auto, das sich am besten bei der Rallye geschlagen hatte. Da mussten selbst die Veranstalter lachen, dass der kleine Micra die Rallye durchgefahren war.
Gewonnen hat das junge Irische Talent Keith Cronin / Barry Mc Nulty.
Nur wenige Autos sahen das Ziel: Manx Challenge 8 Autos, Isle of man Challenge 4 Autos, Historic 29 und bei der Internationalen sahen 20 Teams das Ziel.

Martine: „ Diese Rally war eine ganz besondere Erfahrung und auch in einem N1 eine große Herausforderung. Die Stecken sind fantastisch und die Organisation lässt keine Wünsche offen! An dieser Stelle will ich mich bei Renaud bedanken, der mich zu dieser Rallye einlud und ohne ihn ich diese Erfahrung gar nicht hätte machen können. Danke auch an unseren Service Marcel und Michel sowie an Franz und Steffi, die wiedermal Dogsitter waren. Auch geht ein Dankeschön an Maggy Parries.“

 
Vorbereitung Rallye Isle of Man

Die Koffer sind gepackt und am Mittwoch Abend geht es ab zur Isle of man. Diese Rallye wird Martine zusammen mit dem Belgier Renaud Bronkart auf einem 1300 Gr N1 Nissan Micra bestreiten. Nach den Klassen wird dort auch das Startgeld bezahlt, je kleiner das Auto umso „ billiger „ wird die Nennung. Auch dürfen die kleinen Klassen nur 8 Reifen benutzen, während A7, Allrad, S2000 und allen Kit Cars 20 Reifen gestattet sind.
Die International Rallye besteht aus 550 km, davon 250 km Wertungsprüfung. Das Event setzt sich aus verschiedenen Rallyes zusammen, die größte Verantstaltung ist die Internationale, dann die Historic, die Manx Challenge und die Isle of man Challenge.
Dies wird Martines erster Start bei dieser Rallye sein, während Renaud schon 2009 teilnahm.

Martine: „ Ich freue mich riesig auf diese Rallye, das was man aus den alten Videos der 80iger kennt ist einfach toll. Eine gute Platzierung wäre mit einem 89 PS starken Auto bei der Konkurrenz nicht realistisch. Allerdings ist es ein großer finanzieller und organisatorischer Aufwand und unser oberstes Ziel ist es die Rallye zu beenden.“

 
Triestingtal Rallye

Nachdem die Tank S Rallye in Holland aus dem Nordic Cup gestrichen wurde, nun schon wieder eine schlechte Nachricht, auch die Rallye Triestingtal, bekannt als die Rallye Akropolis Österreichs, wurde gestern abgesagt.

Auf Grund der ungeklärten Rechtslage betreffend der Europaschutzzonen, dem Biosphärenpark und dem Natura 2000 Gebiet, wo – wie schon in den Jahren zuvor – die Triestingtal Rallye zur Austragung gekommen wäre, sieht sich die Rallye Gemeinschaft Triestingtal (RGT) nicht in der Lage, das finanzielle Risiko einer so großen Veranstaltung im heurigen Jahr einzugehen. Es bleibt daher nur eine Absage der Rallye, die gleichzeitig den ersten Lauf zur Austrian Rallye Challenge und dem Nordic West Euro Cup dargestellt hätte.

Mit den zuständigen Stellen sollen demnächst Gespräche über die neuen Verordnungen bzw. deren Umsetzung stattfinden, um für eine Veranstaltung im Jahre 2011 Klarheit zu erhalten. Die Rallye Gemeinschaft Triestingtal bittet Teams, Fans und Sponsoren um Verständnis für die Absage, die dem Verein alles andere als leicht gefallen ist, aber leider nötig war.


 
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