47. Rally Isle of Man 8.-10. Juli
Noch im Flughafen war Martine kaum zu bremsen, so sehr freute sie sich auf diese Rallye. Doch die ersten Anrufe die wir am Donnerstag morgen erhielten, klangen dann aber ganz anders. Diese außergewöhnlich schwere Rallye schien Martine vor große Probleme zu stellen. Renaud hatte den Aufschrieb ohne sie gemacht, da man nur 2mal abfahren konnte und Martine nicht früher anreisen konnte. Zeit den Aufschrieb ins Englische zu übersetzen, wie es Martine geplant hatte, blieb nicht, sodass sie auf französisch vorlesen musste.
Martine „ Als wir am Start von der W.P. Slieau Whallian standen war noch alles in Ordnung, aber nach einem knappen Kilometer überkam mich die pure Panik. Ich kam überhaupt nicht zurecht, sah weder die Kuppen, wovon es noch mehr als in Finnland gibt, noch die unzähligen ineinander verlaufenden Kurven. Ich sah keine Möglichkeit Renaud bis Freitag diese Strecken vorzulesen. Dazu kam ein anderes Notensystem als gewöhnt und die Sprache. Ich wäre am liebsten mit dem nächsten Flugzeug wieder abgeflogen!“
Martine konnte einige W.P.’s überhaupt nicht abfahren und alle anderen nur ein einziges Mal. Dies trug nicht gerade zur Verbesserung ihres Problems bei und die Gespräche anderer Beifahrer, diese Rallye sei auch noch nach 10 Teilnahmen eine riesen Herausforderung ließen bei Martine Verzweiflung aufkommen. Zu allem Überfluss hatten beide bei Sonnenschein trainiert und am Freitag morgen Regen, Wind und Nebel mit Sicht unter 10 Meter. Die erste Wertungsprüfung kannte Martine nicht, da es sich aber nur um eine kleine Stadtetappe handelte, war dies der perfekte Einstieg. Nach 500 m hatte der Vauxhall Astra vor ihnen schon einen Unfall, da er bei dem Nebel die Kurve zu spät anbremste. Auf der Verbindungswp wurde die Zeit sehr knapp, da man eigentlich keine Geschwindigkeitsbegrenzung außerhalb der Dörfer auf der Insel hat, aber da man durch den Nebel in den Bergen keine Strasse mehr sah, waren die Abschnitte zu eng berechnet. Am Start der Wp Dog Mills dann strahlende Sonne. Dies hatte sich aber in der Prüfung geändert und Dave Weston hatte einen schweren Unfall mit seinem Subaru, durch den Nebel sah das darauf folgende Auto ihn zu spät, versuchte auszuweichen und flog dann selbst eine Klippe herunter. Die WP wurde daraufhin neutralisiert. Weiter ging es dann im Trockenen und Martine kam aus unerklärlichem Grund nun zurecht.
„ Ich weiß nicht woran es lag, ich musste mich zwar extrem konzentrieren, aber der Aufschrieb funktionierte gar nicht mal so schlecht. Klar gab es manchmal Probleme, da ich die Strecken ja teilweise überhaupt nicht gesehen hatte und Renaud sich nicht sicher war ob der Schrieb stimmte, da er ihn nicht mehr verbessern konnte. Auch gab es immer wieder Stellen, wo man die Strecke einfach suchen musst, da man rein gar nichts im Nebel sah und immer wieder auf Unfälle aufpassen musste. Die meisten Strassen sind so eng, dass ein Auto knapp dadurch passt. Auch die freilaufenden Schafe waren immer wieder eine Überraschung oder die extremen Schikanen, die ich noch nirgends in der Form gesehen habe und man den Eingang fast nicht findet. Immer mehr fand ich einen Rhythmus und die Wertungsprüfungen konnten nicht lang genug sein. Sehr schwere Unfälle holten einen immer wieder in die Realität zurück, aber manchmal hatte ich auch einfach Schwierigkeiten mich auf den Aufschrieb zu konzentrieren, da wir so unglaublich schöne Ausblicke hatten. Manchmal erinnerte die Rallye an den Regenwald, dann wieder fuhr an wie bei der WP Marine Drive entlang der Klippen mit Meerblick oder über so viele Kuppen und kleinen Kurven dass man keine Zeit mehr hatte zu überlegen wo Links und Rechts wäre.“
Diese fantastischen Strecken hatten Martine nun doch mehr als überzeugt, denn am Freitag Abend hatte sie immer noch nicht genug. Selbst der Regen am Samstag schien sie nicht mehr zu stören und so ging es auch an dem Tag mit viel Regen und Nebel, aber auch teilweise mit trockenen Strecken weiter. Da kein weiteres N1 Auto gemeldet war, starteten Martine und Renaud in der R1, d.h. N1,N2,N3 und A5. Der finnische Pirelli Finalist Mikko Pajunen auf einem Suzuki Swift führte die Klasse souverän an, bis auch ihm die Strecken der 17. WP Corlea zum Verhängnis wurden. Somit führten das belgisch / luxemburgische Team 3 Prüfungen vor Ende die Klasse R1 an. Nun hieß es auf der Strecke bleiben, und das Ziel die Rallye zu beenden, schien in reichbarer Nähe. Allerdings spielte der Wettergott nun nochmals das richtige englische Wetter, es regnete in Strömen und selbst in der Stadt war überall Nebel.
„ Ich erinnere mich an Wp 20 Castletown durch die Stadt, auch diese Wp war ich nicht abgefahren, durch den Hafen oder um Staturen und die vielen Zuschauer irritierten mich um zu sehen wo wir eigentlich fahren sollten, trotzdem hatte ich Spaß. Auch die letzte Wp Baldwin Classic mit 13.27 Meilen kannte ich nicht. Dies war die absolute Härte, am Start schlichen wir nur noch durch die Nebelwand, diese Prüfung vereinte nochmals die gesamte Schönheit der Insel und die Tücken des Wetters. Ich war begeistert! Ziel war der Start der Grandprix Strecke der Insel.“
Martine und Renaud hatten nicht nur das kleinste Auto der Rallye, auch waren sie als Einzigste mit Straßenreifen unterwegs und wohl eines der einzigen Autos die nicht abends im Servicepark ein neues Getriebe einbauten.. Sie beendeten die Rallye auf dem 17. Gesamtplatz und dem 1. Platz in der Klasse. Zusätzlich gewannen sie einen Award für das Auto, das sich am besten bei der Rallye geschlagen hatte. Da mussten selbst die Veranstalter lachen, dass der kleine Micra die Rallye durchgefahren war. Gewonnen hat das junge Irische Talent Keith Cronin / Barry Mc Nulty. Nur wenige Autos sahen das Ziel: Manx Challenge 8 Autos, Isle of man Challenge 4 Autos, Historic 29 und bei der Internationalen sahen 20 Teams das Ziel.
Martine: „ Diese Rally war eine ganz besondere Erfahrung und auch in einem N1 eine große Herausforderung. Die Stecken sind fantastisch und die Organisation lässt keine Wünsche offen! An dieser Stelle will ich mich bei Renaud bedanken, der mich zu dieser Rallye einlud und ohne ihn ich diese Erfahrung gar nicht hätte machen können. Danke auch an unseren Service Marcel und Michel sowie an Franz und Steffi, die wiedermal Dogsitter waren. Auch geht ein Dankeschön an Maggy Parries.“

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Den 09.02.2010 huet den David Scheier eis vir emmer verloos. Mir traueren emm en härzensgudden Mensch, deen emmer gudd Gelaunt an emmer fir Aanner do war. Leider konnten mir dest nit mei fir heen sin, grad elo no sengem schweiren Accident vun Sylvester. An sengem jonken Alter vun 32 Joer war den David och en Steck Lëtzebuerger Motorsport. Mir wärten Dech nie vergiessen.
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Vorbereitung Rallye Isle of Man |
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Die Koffer sind gepackt und am Mittwoch Abend geht es ab zur Isle of man. Diese Rallye wird Martine zusammen mit dem Belgier Renaud Bronkart auf einem 1300 Gr N1 Nissan Micra bestreiten. Nach den Klassen wird dort auch das Startgeld bezahlt, je kleiner das Auto umso „ billiger „ wird die Nennung. Auch dürfen die kleinen Klassen nur 8 Reifen benutzen, während A7, Allrad, S2000 und allen Kit Cars 20 Reifen gestattet sind. Die International Rallye besteht aus 550 km, davon 250 km Wertungsprüfung. Das Event setzt sich aus verschiedenen Rallyes zusammen, die größte Verantstaltung ist die Internationale, dann die Historic, die Manx Challenge und die Isle of man Challenge. Dies wird Martines erster Start bei dieser Rallye sein, während Renaud schon 2009 teilnahm.
Martine: „ Ich freue mich riesig auf diese Rallye, das was man aus den alten Videos der 80iger kennt ist einfach toll. Eine gute Platzierung wäre mit einem 89 PS starken Auto bei der Konkurrenz nicht realistisch. Allerdings ist es ein großer finanzieller und organisatorischer Aufwand und unser oberstes Ziel ist es die Rallye zu beenden.“
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RALLYE DU CONDROZ 6.-8.November
Am vergangenen Wochenende fand der letzte Lauf zur belgischen Meisterschaft rund um Huy statt. Mit von der Partie das belgisch-luxemburgische Duo David Kohnen/Martine Victor auf einem von Recce Rent angemieteten Suzuki Swift N2.
Wäre es nicht DIE Rallye du Condroz gewesen, hätten wohl viele Teams und auch Zuschauer eingepackt und wären nach hause gefahren....Chaos pur!
Warum?! 6 von 16 zu fahrenden WP’s wurden neutralisiert. Außer WP 9, wo François Duval einen heftigen Unfall hatte, gab es aber nirgends einen Grund dazu, da kein Fahrzeug die Strecke versperrte. Da fragt man sich schon was das soll, und dies bei einer eigentlichen Topveranstaltung, die dazu 900 Euro an Startgeld kostet.
Die Rallye startete schlecht, Dauerregen hatte die Prüfungen quasi überschwemmt. Die Strecken waren voll Matsch und Dreck von den 4x4 Fahrzeugen. Trotzdem führten David und Martine ihre Klasse, souverän an bis Samstagabend plötzlich die Startnummer 143, ein Citroën Saxo eigentlich gemeldet in der Klasse A6, erster in ihrer Klasse war. Durch die Registrierung im A6 hatte das Team natürlich eine niedrigere Startnummer als David und Martine im N2 mit der Nummer 179 und konnte so 4 WP’s mehr fahren als die beiden.
Dies änderte das Resultat in der Klasse extremst. Ein Beispiel: Wanze-Marneffe, WP 5, wurde 1 Auto vor David und Martine neutralisiert. Sie bekamen dort eine Zeit von 21.42.6 eingetragen, was der bis dato am schlechtesten gefahrenen Zeit im Gesamt entspricht. Team 143 konnte diese WP noch fahren in einer Zeit von 17.08.9, wogegen David und Martine diese WP abends sogar in einer 16.45.4 Zeit fuhren, Startnummer 143 in einer 17.44.3.
So erging es dem Suzuki Team in allen neutralisierten WP’s. Obwohl Martine und David in 9 von 10 gefahrenen WP’s schneller waren, insgesamt 5,4 Minuten, als der Saxo waren sie doch nur 2. in ihrer Klasse. Die Rennleitung teilte den beiden mit, dass es in Belgien nun mal eine Lotterie von den 10 schlechtesten Zeiten gäbe wenn eine Etappe neutralisiert wurde, daran wäre nichts zu ändern, die Entscheidung läge bei den Sportskommissaren welche Zeit man bekäme.
Sehr enttäuscht aber angefeuert von einem hochmotivierten Team, fuhren beide Sonntag, ohne die geringsten Probleme am Swift, jede WP schneller als ihr direkter Konkurrent auf dem Saxo. WP 1 am Morgen wurde ab dem 62. Auto für alle neutralisiert. In WP 14, Lavoir, wurden David und Martine während der Fahrt von den Streckenposten gestoppt, durch einen Unfall wäre die WP neutralisiert. Sie leisteten den Anweisungen der Streckenposten folge und fuhren nur noch langsam bis zum Ziel, wo man den beiden keine Zeit eintrug und auf der Bordkarte unterschrieb, dass die WP annulliert wäre. Genau diese WP sorgte später für viel Aufregung. Martine sah auf dem Ergebnis, dass nur sie eine schlechte Zeit eingetragen hatten, alle nach ihnen gestarteten Fahrzeuge hatten normale Zeiten. Bei näherem Nachfragen, meinte die Rennleitung die WP wäre nie offiziell neutralisiert worden! Martine: „ Ich glaubte nicht was ich da hörte, fassungslos forderte ich meine Bordkarte mit der Vermerkung und ohne Zeiteintrag an. Man sagte mir wir wären in einer Zeit von 9.02.09 übers Flying Finish gefahren egal welche Flagge gezeigt worden wäre und was in der Bordkarte stehen würde. Offiziell gab’s keine Meldung davon. Wie aus Zufall tauchte gerade dann der Zeitnehmer auf und bestätigte meine Aussage. Trotzdem ließ man mich ohne große Anteilnahme stehen, erst als ich einen Protest schrieb ging die Diskussion dann weiter. Schlussendlich gab man uns die schlechteste Zeit unserer Klasse, eine 8.14.8. Unglaublich, dies passierte nicht auf einer Provinzrallye, sondern auf der Rallye du Condroz! “. Diese schlechteste Zeit reichte dann doch noch für einen Sieg in der N2 mit 41 Sek. Vorsprung und dem 75. Gesamtplatz.
David: „ Von den Wp’s und dem Ambiente war es die schönste Rallye, die ich jemals gefahren bin. Die Organisation hat mich schwer enttäuscht. Die vielen Annullierungen waren nicht notwendig, da keine direkte Gefahr bestand. Abgeneigt für eine erneute Teilnahme bin ich nicht, es muss aber noch etwas Zeit ins Land gehen, bis ich ein richtiges Ja gebe“.
Martine: „ Die Rallye wurde leider von dem organisatorischen Chaos überschattet. Ich bin aber trotzdem zufrieden, wir hatten ein tolles Team um uns, super Unterstützung seitens Edgar Pfeiffer, Guy Thiry und vielen Freunden. David ist ein guter Fahrer, der seinen 1. Einsatz auf belgischem Terrain, bei der wohl anspruchsvollsten Rallye Belgiens, mit Bravur gemeistert hat. Auch die Zusammenarbeit mit den beiden Steves und ihrem Service sorgte für eine tolle Stimmung.“
Das Team Fernandes / Kirfel beendete den 1 Einsatz mit dem C2R2 auf dem hervorragenden 52. Gesamtplatz. Thierry Neuville wurde auf seinem vom RACB eingesetzten C2Max sensationeller 14. im Gesamt.
1. Tsjoen / Chevaillier Ford Focus WRC 2. Casier / Caesemaeker Skoda Fabia S2000 3. Lietaer / Dejonghe Subaru Impreza WRC
David und Martine wollen sich hiermit noch bei allen ihren Sponsoren, bei Paul, Sascha, Fréderic, Chris, Guy, Edgar, Dieter, Jos, Miriem, Sharon, Achim Georges, Mito und allen Freunden die zahlreich an der Strecke standen bedanken. 
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Am 3.Juli fand die Rallye 200 Lebacher Land statt.
Da der Stammbeifahrer, Sascha Wiedersporn, Freitag wegen Krankheit absagen musste, sprang Martine als Co von Sebastian Schumacher ein. Gefahren wurde auf seinem Golf III, der nach dem kleinen Ausrutscher auf der Rallye Warndt wieder einsatzbereit war.
„ Ich bin noch nie mit Sebastian gefahren, da es ja aber in der Familie blieb bin ich kurzerhand beim Sohn von meinem Fahrer Franz eingesprungen „, so Martine.
Die Rallye fing nicht sehr gut an, da Seb in der ersten W.P. Probleme mit dem 2. Gang hatte und sie so viel Zeit verloren. „ Hinzu kam, dass ich überhaupt keinen Rhythmus beim Vorlesen fand. In der zweiten W.P. klappte es aber besser mit unserem Aufschrieb, allerdings verpassten wir direkt am Start eine L3 und fuhren gerade aus.“
Während dieser Sonderprüfung gewöhnten sich beide aneinander und Sebastian wurde vertrauter, mit dem erst zum dritten Mal eingesetzten Golf. Die Hitze machte wieder vielen Teams zu schaffen. Mit feuerfester Unterwäsche, Anzug und guten 45 Grad im Auto werden auch kleine Prüfungen wie bei der Lebacher Land zur Herausforderung.
Auf W.P. 3 war das Zusammenspiel zwischen Fahrer, Beifahrer und Auto perfekt, beide legten eine 11. Zeit im Gesamt hin. Allerdings gab es nach dem Ziel, einheftiges Rucken und Geräusch beim Anfahren, sodass Sebastian annahm, die Antriebswelle wäre kaputt. Nach näherem Betrachten, war aber die Achse vom Querlenker vorne rechts abgerissen. Dies bedeutete das Ende nach W.P. 3 auf dem 15. Platz liegend. „ Schade, gerade hatten Seb und ich mich aneinander gewöhnt und wurden schneller, da war es auch schon vorbei... An dieser Stelle möchte ich mich noch besonders bei Franz und den ganzen „Dogsittern“ bedanken, ohne die ich nicht so kurzfristig hätte fahren können“.
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